Bandscheibenvorfall Lendenwirbelsäule

Endoskopische Entfernung

DIE NEUESTEN ENTWICKLUNGEN MIT DEM L.I.S.A LASER IN DER ABT. DR. HOOGLAND, DRS. ZEEGERS

Was verursacht einen Bandscheibenvorfall? Ist eine Operation immer notwendig?

Bandscheibenvorfall / Hernie
Bandscheibenvorfall / Hernie
Sonde entfernt die Hernie
Sonde entfernt die Hernie

Ein Bandscheibenvorfall kommt sehr häufig vor. Es gibt drei Hauptursachen:

  1. eine angeborene Schwäche des Bandscheibengewebes
  2. eine plötzliche "Drehbewegung" des Rumpfes
  3. schweres Heben/Schieben
  4. Durch Bewegungsmangel und ständiges Sitzen kann der hintere Teil der Bandscheibe „abgewürgt“ werden, wodurch eine Schwäche des hinteren Teiles der Bandscheibe entsteht und Einrisse und Auswölbungen der Bandscheibe auftreten können.

Eine schlechte Muskelkondition kann das Risiko eines Bandscheibenvorfalls zusätzlich vergrößern und ein Bandscheibenvorfall bedeutet, dass der hintere Schutzring der Bandscheibe einreißt und auswölbt, wodurch der weiche, innere Teil der Bandscheibe austreten kann und einen Nerv reizt oder einklemmt was wiederum den Schmerz verursacht.

Dieser Schmerz kann bis ins Gesäß, Bein oder Fuß ausstrahlen. Tritt ein Bandscheibenvorfall auf, dann reicht es manchmal aus mit Einnahme von Schmerzmitteln den Rücken zwei Wochen lang zu schonen. Dabei sollte man Bücken, Heben und Schieben vermeiden. Die Beschwerden können dadurch schnell zurückgehen. Anschließend sollte ein krankengymnastisches Programm, mit Stärkung der Bauch- und Rückenmuskulatur durch spezielle Übungen, erfolgen. Falls jedoch nach zwei Wochen keine deutliche Besserung eintritt oder wenn deutliche Taubheitsgefühle oder bestimmte Muskelschwächen vorliegen, ist eine genaue Untersuchung und Diagnose-Stellung erforderlich. Hier könnte eine endoskopische Bandscheibenvorfallentfernung die beste Lösung bedeuten.

Was umfaßt die Behandlung?

Bei der endoskopischen Bandscheibenvorfallentfernung handelt es sich um ein geschlossenes, perkutanes Operationsverfahren, wobei verlagertes oder ausgetretenes Bandscheibengewebe entfernt und damit den eingeklemmten Nerv wieder frei gibt. Der Eingriff findet unter örtlicher Betäubung statt und verursacht weniger Schmerzen als eine Zahnarztbehandlung. Das Verfahren wird steril in einem nach neustem Stand der Technik ausgestatteten Operationssaal und Anästhesie-Betreuung durchgeführt. Kleine Kanülen, mit zunehmenden Durchmesser bis zu sieben Millimetern, werden zum Bandscheibenvorfall geführt. Mit einem speziellen "Spinescope" wird der Vorfall sichtbar gemacht und mit feinen Instrumenten entfernt. Überstehende Reste werden mit einem Speziallaser oder mit einer Radiofrequenzsonde geschrumpft.

Um die Revitalisierung der Bandscheibe zu unterstützen, wird die verkalkte Deckplatte der angrenzenden Wirbelkörper mittels feiner Instrumente angefrischt, wodurch eine bessere Durchblutung der Bandscheibe hervorgerufen wird und ein fester, stabiler Schutzfaserring gebildet werden kann.

Da es sich nicht um eine offene Operation handelt, gibt es nur äußerst selten nennenswerte Komplikationen, Schmerzen oder Narben. Normalerweise kann der Patient bereits am folgenden Tag nach Hause entlassen werden. Bei jüngeren Patienten kann die Operation auch ambulant durchgeführt werden.

Kernspinaufnahme vor dem Eingriff: Durch den Bandscheibenvorfall hat die Bandscheibe wesentlich an Höhe und somit an Pufferfähigkeit verloren. Kontrollaufnahme 3 Monate nach dem Eingriff: Der Vorfall wurde entfernt, die Bandscheibe hat sich sichtlich erholt und ihre Pufferfähigkeit wiedergewonnen.

Kernspinaufnahme vor dem Eingriff
Kernspinaufnahme vor dem Eingriff
Kontrollaufnahme 3 Monate nach dem Eingriff
Kontrollaufnahme 3 Monate nach dem Eingriff

3D Animation der Endoskopischen Bandscheibenvorfallentfernung

Hier sehen Sie eine 3D Animation der endoskopischen Bandscheibenvorfallentfernung. Ursache für den typischen Schmerz und die Ausfallerscheinungen ist der vom Vorfall eingeklemmte Nerv. Dank dem einzigartigen, seitlichen Zugang und dem von Dr. Hoogland entwickelten Instrumentarium kann der Vorfall schonend in lokaler Anästhesie entfernt werden. Am Ende jedes Eingriffs ist der Nerv entlastet.  

  • Gewebeschonendes Verfahren
  • Bessere Heilung der eingerissen Bandscheibe
  • Keine nennenswerte Narbenbildung
  • Schonende, komfortable Lokalanästhesie
  • Patient kann zwei Stunden nach der Operation schmerzfrei gehen
  • Patient kann bereits einen Tag nach der Operation nach Hause zurückkehren
  • Schnelle Rückkehr zu gewohnten Aktivitäten
  • Äußerst geringes Komplikationsrisiko

Heilung und ein neues Leben für die Bandscheibe

Nach Entfernung des degenerativen, ausgetretenen Bandscheibengewebe werden die angrenzenden Wirbelkörper mit Hilfe einer Spezialtechnik angefrischt . In einem Zeitraum von 3-5 Wochen wächst neues Bandscheibengewebe nach ! Diese Heilung der Bandscheibe kann 3 Monate nach der Operation mit einer Kernspintomographie nachgewiesen werden.

Bandscheibenvorfall
Der Nerv wird eingeklemmt
Endoskopische Bandscheibenvorfallentfernung
Nach Vorfallentfernung wird die Basis angefrischt
Eine gesunde Durchblutung der Bandscheibe wird wiederhergestellt
Der Faserstützring der Bandscheibe heilt in den folgenden 6 Wochen nach der Operation aus

„Endoskopisch“ ist nicht gleich „Endoskopisch“

Der wesentliche Unterschied und Vorteil der „Hoogland Methode“ gegenüber anderen, sogenannten endoskopischen Methoden, besteht darin, dass der Vorfall über den sicheren und schonenden, seitlichen Zugang, an den Nerven und dem Ligamentum Flavum vorbei, in bequemer, örtlicher Betäubung entfernt wird.Die Bandscheibe an sich wird nicht beschädigt und auch die bandartigen Strukturen zur Stabilisierung der Wirbelsäule werden nicht verletzt oder entfernt. 

In anderen Fällen wird der Eingriff überwiegend über den risikoreichen dorsalen Zugang ( „hinteren“ Zugang ) durchgeführt. Dabei wird immer das nervschützende Wirbelsäulenband - das Ligamentum Flavum - geopfert und die Nerven müssen zur Seite gezogen werden, verbunden mit einem höherem Verletzungsrisiko, um an den Bandscheibenvorfall zu kommen. In diesem Fall kann die Operation nur unter Vollnarkose durchgeführt werden, die Schmerzen wären für den Patienten sonst unerträglich.

Wie lange dauert die durchschnittliche Arbeitsunfähigkeit nach dem Eingriff?

Bürotätigkeiten können nach 1-2 Wochen wieder aufgenommen werden. Körperliches Arbeiten sollte in den ersten sechs Wochen eingeschränkt und danach langsam gesteigert werden.

Wann können sportliche Aktivitäten wieder aufgenommen werden?

Grundsätzlich können alle Sportarten nach der Operation wieder ausgeübt werden. Schwimmen und Radfahren sind bereits nach 2-3 Wochen erlaubt, alle anderen Sportarten können nach sechs Wochen langsam steigernd aufgenommen werden.

Wie hoch ist die Erfolgsquote?

Basierend auf unseren Erfahrungen bei über 10.000 minimalinvasiven Wirbelsäulenoperationen, die meisten durch eine endoskopische Entfernung des Vorfalles, zeigt sich eine Erfolgsquote von bis zu 90%. Die Daten aller operierten Patienten wurden anhand von Fragebögen statistisch ermittelt und ausgewertet.

Warum ist die minimalinvasie Bandscheibenvorfallentfernung der „Racz Katheter Therapie“ , der Laserschrumpfung und der Kochsalzspülung vorzuziehen ?

  • Die minimalinvasive Bandscheibenvorfallentfernung birgt weitaus weniger Komplikationen als der „ Racz Katheter „ und die Laserschrumpfung.
  • Viel schnellere Schmerzfreiheit und bessere und schnellere Heilung als beim Racz-Katheter, der Laser-Schrumpfung oder der Kochsalzspülung
  • Da bei der endoskopischen Bandscheibenvorfallentfernung das entzündete, störende und degenerative Gewebe entfernt wird, kann der Aussenfaserring am besten heilen, was mittels einer Kernspintomographie nachgewiesen werden kann.

Kann man mit einer Vorfallschrumpfung wie bei der Katheterbehandlung, Radiofrequenz oder Leserbehandlung sowie Nucleoplastie , Kochsalzbehandlung oder anderen „konservativen Nadeltechniken“ das Gleiche erreichen, wie bei einer endoskopischen Bandscheibenvorfallentfernung?

Eine groß angelegte Vergleichsstudie in den Vereinigten Staaten ( randomisiert), mit dem wohlklingendem Namen „S.P.O.R.T“, Spine Journal 02/2008, hat gezeigt,  dass die operative Entfernung des störenden Bandscheibenvorfallgewebes kurzfristig eine viel schnellere Beschwerdenlinderung bringt und langfristig weniger Rückenbeschwerden hinterher, als die konservativen Behandlungen. Alle „Schrumpfmethoden“ sind tatsächlich der „Entfernungstechnik“ unterlegen.  

Forschungsergebnisse und Studien

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